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Thema: Kautschukproblematik

  1. #1
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    Frage Kautschukproblematik

    Hallo in die Runde,

    ich will mal wieder eine lästige Problematik ansprechen über das das Thema: Kautschuk Schnur - aufquellen oder verhärten - dieses war in Vergangenheit mehrfach Thema bei mir und ich denke es wird mehreren so gehen.

    Leider bekommt man bei den verschiedenen "üblichen" Anbietern immer nur vage Aussagen über die verwendeten Kautschukinhaltsstoffe - meistens sogar überhaupt keine oder nur " das haben wir schon immer so...". Fakt ist , des er bei den Trägern unterschiedlich reagiert - entweder er quillt auf, wird klebrig oder verhärtet und bricht. in Vermutung im Zusammenhang mit dem Hautschweiß und oder Kosmetika( Hautcremes).
    Im Vergleich zu unserer Branche ist es z.B. bei den Optikern Pflicht, das Gegestände die mit der Haut des Trägers in Berührung kommen zertifiziert sind und dessen Inhaltstoffe auf Verträglichkeit getestet sind.

    Nun habe ich vor einigen Jahren von einer Schmuckfirma gelieferte, preiswerten Silberarmbändern nur das Kautschukband mit den Maßen 7,2 x 2,2 mm für eine Anfertigung verwendet.

    Dieser Kautschuk wurde mit der Zeit fest und hart. Nach dem es diese Armbänder dann nicht mehr gab, habe ich bei der selben Firma dann den Kautschuk als Meterware bezogen - angeblich derselbe - ( auch aus China...) dieser wird aber nun bei dem gleichen Kunden ganz weich quillt auf und "radiert " überall schwarze Spuren - was den Kunden logischer Weise nicht gefällt.

    Auf der Suche nach einem geeigneten Material ( und noch in diesem Sondermaß ) bin ich nun bei Silicon ( hoffendlich) fündig geworden. Diese ist jedoch nicht tief schwarz sondern eher Antrazitfarben ( auch interessant). Mit einer Shore Härte von 60 kann man bei der Breite "leben", höhere Härten werden auf Wunsch gefertigt - ABER da muss mann mindestens 100 m pro Form abnehmen, sonst fangen die erst gar nicht an...

    nun bin ich mal neugierig auf Eure Erfahrungen.

    Gruß

    Ekkehart

  2. #2
    Café-Mitglied Avatar von Mario Sarto
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    AW: Kautschukproblematik

    Es gibt in diesem Bereich eine Vielzahl an unterschiedlichen Sorten. Eines, denke ich, haben sie alle gemeinsam - die Anfälligkeit gegenüber UV-Licht. Sicher hält dabei eine Sorte mehr aus als die andere, aber letzten Endes ist die Lichteinstrahlung für alle verhängnisvoll.

    Auch ist die 'Verträglichkeit' abhängig vom Kunden. Was beim einen jahrelang prima aussieht, kann beim anderen nach relativ kurzer Zeit bröselig werden. Wie Du schon schreibst, Parfum, Schweiss und besondere Eigenschaften der Haut können stark zusetzen.

    Subjektiv meine ich, dass die weich geschäumten am schnellsten kaputt gehen. Das ultimative Material habe ich bislang nicht gefunden, darum bin ich auf die Erfahrungen mit Silicon gespannt.

    Vielleicht hat ja noch einer der Kollegen etwas mehr zu dem Thema auf der Pfanne.
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  3. #3
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    AW: Kautschukproblematik

    ...ganz wichtig scheint mir auch dieser Link zu sein:
    http://www.gummiroost.ch/pdf/formula...Datenblatt.pdf

    damit weiß ich jetzt jedenfalls erst einmal mit den Abkürzungen was anzufangen wie: EPDM; NBR; SBR ...usw.
    Da wäre es doch mal interessant unsere Händler zu fragen was für Elastomere sie uns verkaufen ... ?, denn wenn die "normalen" Gummisorten (für einfache Anwendungen) am schlechtesten Benzin und Säureverträglich sind, brauchen wir uns nicht zu wundern.

  4. #4
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    AW: Kautschukproblematik

    Klasse Link! Sehr aufschlussreich - danke.
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  5. #5
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    AW: Kautschukproblematik

    Hallo Ekki,

    ich habe die allerbesen Erfahrungen mit Silikon gemacht. Das gibt es in allen Farben, es ist absolut neutral gegenüber Allergikern, 100% UV-beständig, es ist reißfest und hoch elastisch. Ich habe welches unter hoher Spannung (möglichst nahe an der Reißgrenze) aufgewickelt und monatelang so belassen. Nach dem Abwickeln: Nicht die geringste Ermüdungserscheinung. Fast alle meine Kartons und Schachteln sind mit diesem Material zugebunden, weil Gummi immer so schnell hart und spröde wird. Auch der älteste "Gummiring" ist noch immer wie neu. Es ist halt nur elastischer als Kautschuk, was mich jedoch nicht stört. Gruß, Ulli

  6. #6
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    AW: Kautschukproblematik

    Ulli hat mir ein Stück Schnur (ist Silikon?) aus seinem Fundus zugeschickt. Damit habe ich heute einen - zugegeben etwas praxisfremden - Test gemacht. Ich habe ein Stück von meinem (das, was ich Dir, Ekkehart, zugeschickt hatte) und ein Stück von Ullis jeweils einmal in Benzin und einmal in Aceton "eingelegt". Beides ungefähr ein Stündchen.

    In Benzin passierte bei meinem rein gar nichts, Ullis Schnur wurde, ähnlich wie eine gekochte Spagetti, doppelt so dick. Es schien, als wenn sie sich mit dem Treibstoff voll gesogen hätte. Beim Reiß-Test schaffte das so behandelte Stück nicht mehr die Hälfte seiner sonstigen Leistung. Das mag für jemanden, der sich mit diesen Materialien auskennt, nicht sonderlich spektakulär sein, aber nach etwa zwei Stunden im "trockenen" hatte die Schnur von Ulli ihre alte Stärke angenommen und - wieder die gleiche Reißfestigkeit, wie zuvor Ich finde das ganz erstaunlich!

    Bei den mit Aceton behandelten Stücken war es anders herum. Die Gummi-Rundschnur wurde etwas dicker und weicher (behielt aber in etwa die Reißfestigkeit!), beim Silikon passierte nichts. Ist vielleicht interessant, wenn man mal Kleber entfernen möchte...
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